S. Gegenstände: Denken – Schreiben – Filmen: Dokumentationen des Selbst

Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Christian Tedjasukmana
Kurzname: 05.054.24_100
Kurs-Nr.: 05.054.24_100
Kurstyp: Seminar

Voraussetzungen / Organisatorisches


Das Seminar ist als Kooperation zwischen dem Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin angelegt und findet parallel an beiden Standorten statt. Im Laufe des Semesters soll es Gelegenheit für gemeinsame Diskussionen und Austausch geben – einzelne Sitzungen werden deshalb auf Zoom stattfinden.
 

Empfohlene Literatur

Lauren Fournier: Autotheory as Feminist Practice in Art, Writing, and Criticism. Massachusetts: MIT Press 2021.
Peter Rehberg: „Queere Autofiktion als Körperprotokoll“. Texte zur Kunst 115 (2019), https://www.textezurkunst.de/de/115/queere-autofiktion-als-korperprotokoll/.

Inhalt

Die Thematisierung des Selbst ist in den letzten zwanzig Jahren zunehmend Teil von künstlerischen, literarischen und wissenschaftlichen Praktiken geworden. Unter Begriffen wie Autotheorie, Autofiktion oder Autosoziobiografie wird dabei die Trennung von Theorie, Philosophie und Fiktion auf der einen Seite, und Autobiografie, Leben und Körper auf der anderen Seite kritisch reflektiert. Anstatt das Selbst in der theoretischen und künstlerischen Arbeit auf Abstand zu halten, finden Autor:innen, Denker:innen und Filmemacher:innen (wie bspw. Paul B. Preciado, Maggie Nelson und Ocean Vuong) Formen und Verfahren, mit denen sie die eigene Subjektivität und den eigenen Körper aktiv in ihr Denken, Schreiben und Filmen einbeziehen. Themen wie Sexualität, Sorgearbeit, die neoliberale Gegenwart, Krankheit und Alltag werden darin nicht einfach aus einer distanzierten Position analysiert, sondern in körperlichen und subjektiven Nahverhältnissen reflektiert. In diesem Seminar möchten wir uns den ästhetischen, epistemischen und experimentellen Praktiken der Selbstdokumentation widmen und dabei gegenwartsdiagnostische und genealogische Perspektiven verbinden. Das bedeutet, dass wir uns einerseits mit aktuellen Erscheinungsformen und Debatten um das Selbst in Theorie, Literatur und Film auseinandersetzen, und andererseits einigen Vorläufer:innen des aktuellen „autotheoretical turn“ (Fournier 2021) nachgehen, u. a. den feministischen Film- und Schreibpraktiken der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Was hieß und was heißt es also, sich selbst zu denken, zu schreiben oder zu filmen? Und welche kritischen und analytischen Potentiale können solche Dokumentationen des Selbst entfalten?
 

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
30.10.2025 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
06.11.2025 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
13.11.2025 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
20.11.2025 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
27.11.2025 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
04.12.2025 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
11.12.2025 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
18.12.2025 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
08.01.2026 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
15.01.2026 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
22.01.2026 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
29.01.2026 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
05.02.2026 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
12.02.2026 (Donnerstag) 10:00 - 11:30 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus