Herausgegeben von Olga Moskatova und Laura Katharina Mücke, erschienen bei Königshausen & Neumann 2024.
Die ersten Auseinandersetzungen mit der Digitalisierung technischer Bilder waren vor allem durch ontologische Krisendiskurse gekennzeichnet. Ein Jahrzehnt später zeichnet sich ab, dass die Vernetzung und nicht der Übergang von Korn zu Pixel die eigentliche Zäsur des digitalen (Bewegt-)Bildes ausmacht. Von Netflix über YouTube bis hin zu Instagram und TikTok – digitale Bilder sind heute vor allem vernetzte Bilder, die ihre materiellen Träger verlassen haben und auf mobilen Small Screens konsumiert, distribuiert und geteilt werden. Ihnen wohnt ein Movens inne, der sie selbst zu Akteur* werden lässt, die netzwerkförmige Gefüge ausbilden: Die verteilten (Bewegt-)Bilder zirkulieren in materiellen Infrastrukturen, multiplizieren sich und sie inkorporieren gleichsam jede Spur ihrer Bewegungen. Eingebunden in regulative Plattformpolitiken einerseits und Praktiken des Sendens und Empfangens, Speicherns und Archivierens andererseits entwickeln sie ein soziopolitisches und kulturelles Eigenleben, dessen quasiorganische Verschränktheit mit Lebensweisen der vorliegende Band anerkennt. Er widmet sich in Fallstudien und theoretischen Perspektivierungen verschiedenen digitalen Bild-Anordnungen, indem er eben jene vernetzenden Bewegungen ins Zentrum stellt.
Mit Beiträgen von Olga Moskatova, Laura Katharina Mücke, Winfried Gerling, Elisa Linseisen, Irina Raskin, Laura Walde, Jens Schröter, Joachim Schätz, Petra Löffler, Maja Figge, Marc Ries, Katja Müller-Helle, Robert Dörre, Jana Zündel und Sabine Wirth.
Der Band ist bei Königshausen und Neumann HIER zu bestellen.